Zum Auftakt
Vorwort
Echte Gemeinschaft entsteht dort, wo man sich nicht nur den Alltag teilt, sondern auch das Herz.
Gemeinschaft – das ist ein großes Wort und doch beginnt sie oft ganz leise. Vielleicht mit einem freundlichen Blick, einer helfenden Hand, einem offenen Ohr. Dort, wo Menschen einander wirklich sehen und bereit sind, ein Stück ihres Weges miteinander zu teilen, wächst etwas, das tiefer ist als bloßes Zusammenleben: Verbundenheit.
In Wickersdorf zeigt sich diese Verbundenheit auf viele Arten. Sie lebt in der täglichen Begegnung, in der Arbeit, im gemeinsamen Feiern, im Mitdenken und Mitfühlen. Sie lebt in der Vielfalt der Menschen, die hier zusammenkommen – mit ihren Geschichten, Erfahrungen, Begabungen und Eigenheiten. Gerade diese Verschiedenheit macht unsere kleine Gesellschaft reich und lebendig.
Doch Gemeinschaft ist nichts, was einfach da ist. Sie muss gepflegt werden – mit Geduld, Vertrauen und der Bereitschaft, auch schwierige Momente miteinander auszuhalten. Sie wächst mit jedem Gespräch, in dem wir einander zuhören, und mit jeder Geste, in der wir füreinander da sind. Sie zeigt sich im Alltag, in den kleinen Dingen, die oft unscheinbar sind, aber viel bedeuten.
Dass dieses Miteinander gelingt, verdanken wir vielen: den Bewohnerinnen und Bewohnern, die das Herz unserer Gemeinschaft bilden; den Mitarbeitenden, die mit Einsatz und Empathie begleiten; den Angehörigen und Unterstützern, die Vertrauen schenken; und den Nachbarn und Freunden, die Anteil nehmen und mittragen. Jede und jeder ist ein Teil dieses lebendigen Ganzen.
Möge Wickersdorf auch weiterhin ein Ort bleiben, an dem man sich angenommen fühlt – so, wie man ist. Ein Ort, an dem Verschiedenheit nicht trennt, sondern verbindet. Und ein Ort, an dem Gemeinschaft Tag für Tag neu wächst: leise, beständig und voller Leben.
Gemeinschaft ist das unsichtbare Band, das aus vielen Ichs ein Wir macht.
Text: Haiko Jakob
In Leichter Sprache
Das Zusammen-Leben in Wickersdorf
In Wickersdorf leben wir zusammen.
Wir arbeiten zusammen.
Wir teilen unseren Alltag.
Und wir teilen unsere Gefühle.
Das nennt man: Gemeinschaft.
Dabei ist uns wichtig:
Wir helfen uns gegen-seitig.
Wir hören einander zu.
Wir haben Geduld mit-einander.
Alle Menschen sind verschieden.
Jeder hat seine eigene Geschichte.
Aber genau das ist gut.
So wird unser Leben bunt.
Viele Menschen helfen mit.
Zum Beispiel:
Die Bewohner und Bewohnerinnen.
Die Mit-Arbeiter und Mit-Arbeiterinnen.
Die Familien und Freunde.
Wir sagen allen: Danke.
In Wickersdorf darf jeder so sein, wie er ist.
Zusammen sind wir stark.
