Aus der Gemeinschaft
Angehörigentag
Wie wichtig für das Wohl der Betreuten gerade das Engagement ihrer engsten Angehörigen ist, wird allen Betroffenen bewusst sein. Umso wichtiger ist ein kontinuierlicher, moderierter Austausch zu verschiedenen spezifischen Themen in einem geschützten Rahmen.
In der Lebensgemeinschaft ist dies der jährliche Angehörigentag, der in diesem Jahr am Samstag, den 20. September, in Wickersdorf stattfand. Der 20. September ist auch Weltkindertag – und nur in Thüringen ein Feiertag! Die Idee ist, in Zukunft den Angehörigentag grundsätzlich auf diesen Termin bzw. den nahe dazu liegenden Samstag zu legen. Dieser Termin liegt mittig zwischen den Gremiensitzungen im April/Mai und Martini im November.
Gekommen sind in diesem Jahr 23 Angehörige – aus jedem Haus waren erfreulicherweise Eltern oder Geschwister vertreten. Folgende Themen wurden besprochen: Sterbegeldversicherung, das Thema Sport bzw. die Organisation der Pausengymnastik sowie der Stand rund um die Rehagruppe und das Thema religiöse Andachten.
Bei Letzterem ist der Bedarf aktuell unklar. Einig war man sich aber, dass Andachten – unabhängig von der Art der religiösen Ausrichtung – vermutlich gut angenommen würden. Hierfür müssten sie für die Betreuten ansprechend gestaltet werden, sprich: ggf. musische Elemente enthalten und Raum für Rituale, Einkehr und Besinnung bieten. Hierzu gibt es in dieser Ausgabe der Glocke einen ausführlichen Artikel von Martin Pietraß.
Beim Thema Sport wies Herr Baron auf die Möglichkeit hin, Mitarbeiter über die Berufsgenossenschaft kostenlos zum Thema bewegte Pausen/Sport schulen zu lassen. Hier wurde eine Recherche angeregt. Herausfordernd könnte es allerdings sein, Mitarbeiter zu finden, die hierfür die Zeit investieren können und wollen. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Sport ist ein wiederkehrendes Thema, für welches hoffentlich Lösungen gefunden werden.
Sport auf dem Gelände der Lebensgemeinschaft ist grundsätzlich eine sehr interessante Option, da der Sport dann vor Ort stattfinden und sinnvoll in den Tagesplan integriert werden könnte. Extra Fahrten nach Saalfeld würden damit entfallen.
Beim Thema Sterbegeldversicherung wies Martin Pietraß nach Abschluss des Selbstversuches darauf hin, dass es unverzichtbar ist, den Versicherungsbetrag unwiderruflich an ein Bestattungsinstitut zur Begleichung der Bestattungskosten abzutreten. Andernfalls wird dieser seitens der Sozialämter im Sinne einer Kapitalbildung dem gegenwärtig auf 10.000 € begrenzten Schonvermögen zugerechnet.
Im darauffolgenden Bericht der Leitung ging es im Kern um Personalfragen: Anzahl der Mitarbeiter insgesamt, Teilzeitkräfte, Qualifizierung der Mitarbeiter, der Personalschlüssel sowie die Herausforderungen bei der Akquise standen im Mittelpunkt der Ausführungen von Herrn Jakob. Ein komplexes Thema, welches uns noch einmal verdeutlicht hat, mit welchen Herausforderungen die Leitung täglich konfrontiert ist.
Schön zu hören war das Lob einiger Eltern über die Entwicklung in verschiedenen Häusern. Herausgehoben wurde hier das Echohaus sowie die liebevolle Gestaltung der Eheschließung von Sandra und Sven Riemann durch die Hausmutter des Kastanienhauses. Aus dem Sonnenblumenhaus wurde berichtet, dass man sehr froh sei, dass hier wieder eine Kontinuität gegeben sei.
Sehr gut angenommen wurde das diesjährige Rahmenprogramm. So referierte Robert Hornung, Physiotherapeut und Schwager von Stefan aus dem Phoenixhaus, 15 Minuten über eine gesündere (Sitz-)Haltung: eine Bewusstmachung einerseits und gleichzeitig eine praktische Anleitung, die eigene Haltung im Alltag gesundheitsfördernd und nachhaltig zu verändern. Gedanken und Hinweise, die hängen blieben!
Mögen die Anregungen des Tages und der Austausch untereinander die Anwesenden bereichert und das gegenseitige Verständnis verbessert haben! Der Lebensgemeinschaft gebührt unser Dank für die großzügige Gastfreundschaft. Auf ein Wiedersehen am 19. September 2026 – auch verbunden mit der Einladung an alle, die in diesem Jahr nicht dabei sein konnten!
Text: Maike Häusler
In Leichter Sprache
Angehörige sind wichtig für Menschen mit Unterstützungs-Bedarf.
Darum gibt es in der Lebens-Gemeinschaft jedes Jahr einen Angehörigen-Tag.
Der Angehörigen-Tag war am Samstag, den 20. September in Wickersdorf.
Das Datum ist gut gewählt.
Denn der 20. September ist in Thüringen ein Feier-Tag.
In diesem Jahr kamen 23 Angehörige.
Aus jedem Haus war jemand dabei.
Diese Themen wurden besprochen:
- Sterbe-Geld-Versicherung
- Sport und Pausen-Gymnastik
- Die Reha-Gruppe
- Religiöse Andachten
Zu den Andachten:
Viele glauben: Die Andachten wären gut für die Bewohner.
Sie sollen schön gestaltet sein.
Mit Musik, Ritualen und Momenten der Ruhe.
Zum Sport:
Herr Baron sagte: Es gibt kostenlose Schulungen für Mitarbeiter.
Es geht um Bewegung in der Pause.
Aber es ist schwer, Mitarbeiter dafür zu gewinnen.
Sport auf dem Gelände wäre praktisch.
Dann müssen die Bewohner nicht nach Saalfeld fahren.
Herr Jakob sprach über das Personal.
Zum Beispiel über Teilzeit, Ausbildung und offene Stellen.
Eltern lobten einige Häuser.
Besonders das Echo-Haus, das Kastanien-Haus und das Sonnen-Blumen-Haus.
Robert Hornung hielt einen kurzen Vortrag.
Er zeigte, wie man gesünder sitzt.
Viele fanden das hilfreich.
Der Angehörigen-Tag war eine gute Gelegenheit zum Austausch.
Danke an die Lebens-Gemeinschaft!
Das nächste Treffen ist am 19. September 2026.
